Abenteuerland Nordoe

Tagespflege für die Kleinen

Unsere Konzeption

1.    Unser Bild vom Kind

„Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.“ (Maria Montessori)

Jedes Kind – egal welchen Alters – ist eine eigene Persönlichkeit. Die Herausforderung ist es, sich jeder dieser Persönlichkeiten individuell zu widmen, sie mit ihren Stärken und Schwächen zu erkennen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Eine ganzheitliche Förderung ist dabei genauso wichtig wie Geborgenheit und Sicherheit. Kinder wollen sich entwickeln und ich will sie dabei unterstützen.

 

2.    Das Abenteuerland

2.1. Die Räumlichkeiten

Die Tagespflegestelle Abenteuerland befindet sich in der Einliegerwohnung (Erdgeschoss) meines Wohnhauses. Sie besteht aus 2,5 Zimmern nebst Küche und Bad. Die Räumlichkeiten sind speziell für die Bedürfnisse der Kinder eingerichtet und konzipiert. Es steht ein großer Raum als Spielzimmer zur Verfügung. Außerdem ist ein separater Raum als Schlaf- und Ruheraum vorgesehen. Im Flurbereich gibt es eine Garderobe für die Kinder.

Der großzügige Spielraum bietet direkten Zugang zu einer überdachten Terrasse. Von dieser geht es in den komplett eingezäunten Garten. Dort stehen Spielgeräte, Fahrzeuge und eine Sandkiste für die Kinder zur Verfügung.

 

2.2. Die Lage

Breitenburg Nordoe liegt etwa 2 Autominuten von der Autobahnabfahrt Itzehoe Süd (A23) entfernt und grenzt direkt an die Kreisstadt Itzehoe. Das Abenteuerland befindet sich im Heideweg (30er Zone). Ein gepflegter, komplett eingezäunter Spielplatz ist fußläufig erreichbar, ebenso der Nordoer Wald. Der Bus der Linie 9 hält nur wenige Gehminuten entfernt.

 

3.    Pädagogisches Konzept

„Hilf mir, es selbst zu tun.“ (Maria Montessori)

3.1. Psychomotorik und Bewegung

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Kinder durch und mit Bewegung (besser) lernen. Jedes Kind hat den naturgegebenen Wunsch nach Bewegung und ich möchte diesem Wunsch in meiner täglichen Arbeit mit den Kindern nachkommen. Ob in den Räumlichkeiten, im Garten, auf dem Spielplatz oder im Wald – wir sammeln überall motorische Erfahrungen und erobern die Welt. Bewegung stellt für Kinder keine bewusste Aufgabe dar – sie wollen sich einfach bewegen, um Spaß und Freude zu erfahren. Die Neugier der Kinder ist groß und sie lernen, sich durch aktive und bewegte Auseinandersetzung mit der Umwelt vertraut zu machen.

Genauso wichtig wie die Bewegung und das Kennenlernen ihrer Umwelt ist für die Kinder das „Be-Greifen“ ihrer Welt. Dazu gehören Angebote wie das Matschen mit verschiedensten Materialien, erstes Experimentieren und die Arbeit mit Naturmaterialien.

 

3.2. Partizipation

„Die Rechtsfähigkeit des Menschen beginnt mit der Vollendung der Geburt.“ (BGB §1)

Jedes Kind braucht Regeln und Grenzen, denn diese geben einen Rahmen und Halt. Genauso wichtig ist, dass Kinder mitentscheiden dürfen. Je nach Alter des Kindes kann zum Beispiel an der Erstellung eines Speiseplans für die Woche zusammen gearbeitet werden. Auch arbeite ich im Freispiel oder bei der Wahl von Projekten situationsorientiert. Das heißt, dass ich die aktuellen Interessen und Bedürfnisse der Kinder aufgreife und meine Angebote entsprechend anpasse. Das grundsätzliche Respektieren der Meinung der Kinder sowie Zugang zu demokratischen Prozessen und die Teilhabe am Alltag sind für mich wichtige Grundbausteine in der Förderung der Kinder. Die Mitbestimmungsrechte in meiner Tagespflegestelle stärken die Entwicklung des Selbstbewusstseins, die Selbstwirksamkeit und die Resilienzbildung.

 

3.3. Eingewöhnung

„Führe euer Kind immer nur eine Stufe nach oben. Dann gebt ihm Zeit zurückzuschauen und sich zu freuen. Lasst es spüren, dass auch ihr euch freut und es wird mit Freude die nächste Stufe nehmen.“ (Maria Montessori)

Die Eingewöhnungszeit ist eine der wichtigsten Phasen im Leben eines Kindes. Für viele Kinder bedeutet es, das erste Mal von Mama und / oder Papa getrennt zu sein und sich auf eine neue Bezugsperson einzulassen. Daher will ich dieser Zeit sehr individuell und behutsam begegnen. Die ersten drei Tage der Eingewöhnungszeit finden immer gemeinsam mit Mama oder Papa statt. In dieser ersten Phase lernt das Kind die Räumlichkeiten, die anderen Kinder und mich kennen, kann sich aber jederzeit in den Schutz des Elternteils zurückziehen. Ab dem vierten Tag kann entschieden werden, dass das Kind die erste kurze Zeit (max. 30 Minuten) allein bleibt. Die Dauer der Trennung wird dann von Tag zu Tag individuell gesteigert, bis die Eingewöhnung sicher abgeschlossen ist. Grundsätzlich entscheidet das Kind über die Geschwindigkeit der Trennung. Ich empfehle dringend, sich auf eine Eingewöhnungszeit von mindestens zwei Wochen einzustellen, um den Erfolg eines guten Überganges zu gewährleisten.

3.4. Freispiel

„Die Quelle alles Guten liegt im Spiel.“ (Friedrich Wilhelm August Fröbel)

Spiel ist eine hoch wirksame Form des Lernens und eine selbstbestimmte Tätigkeit des Kindes. Im Freispiel geht es mir darum, den Kindern weder Programme noch Materialien vorzugeben, sondern sie völlig frei entscheiden zu lassen, womit sie sich wie und wie lange beschäftigen wollen. Dabei werden Kreativität, soziale Fähigkeiten und emotionale Kompetenzen automatisch erprobt und geschult. Konfliktlösestrategien müssen entwickelt werden und die Frustrationstoleranz wird herausgefordert. Es bedarf Mut, Zielstrebigkeit, Anstrengungsbereitschaft und Zutrauen in eigenes Können, um sich alltäglichen Herausforderungen im Freispiel zu stellen und diese nach und nach zu bewältigen. All diese Kompetenzen sind wichtige Bausteine in der Entwicklung und auch im ganzen weiteren Leben. Daher kann man mit der Erprobung dieser nicht früh genug beginnen.

 

3.5. Ernährung / Gesundheit

„Letztendlich ist unsere Ernährung der wichtigste Stellhebel zum krank oder gesund sein. Es ist unsere Entscheidung, in welche Richtung wir ihn umlegen.“ (Claudia Scheiderer)

Neben der Bewegung spielt für mich eine gesunde und ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle. Ich biete von Dienstag bis Freitag ein reichhaltiges Frühstück mit selbstgebackenem Brot, einer wechselnden Wurst- und Käseauswahl sowie frisches Obst und Gemüse an. Dazu reiche ich Wasser und ungesüßten Früchtetee. Montags stelle ich eine Auswahl an Müsli zur Verfügung. Das Mittagessen wird täglich frisch zubereitet. Ich nutze soweit wie möglich regionale Produkte und achte auf saisonale Lebensmittel. Am Nachmittag biete ich einen Snack an. Dieser besteht aus Obst, Rohkost, Joghurt oder einer anderen kleinen Milchspeise.

 

3.6. Projekte / Ausflüge

„Ein guter Lehrer ist, wer dir zwar sagt, wohin du schauen, nicht aber, was du dort sehen sollst.“ (Herwig Kummer)

In meiner situationsorientierten Arbeit greife ich regelmäßig Themen auf, die die Kinder beschäftigen, bewegen und interessieren. Zu diesen Themen gestalte ich Angebote und achte dabei darauf, möglichst viele Lernbereiche anzusprechen. Hierzu gehören Konstruktion, Experimente, Musik, Bewegung, Kreativität, Ernährung und Spiel. Auch themenspezifische Ausflüge dürfen dabei nicht fehlen. Ein Besuch bei der Feuerwehr, eine Schatzsuche im nahegelegenen Wald oder ein gemeinsamer Einkauf auf dem Wochenmarkt sind nur einige Beispiele für projektbezogene Ausflüge.

Auch unabhängig von Projekten ist es mir sehr wichtig, mit den Kindern die Umgebung zu erkunden. Die Erprobung umliegender Spielplätze, regelmäßige Ausflüge in den Wald oder auch Spaziergänge laden die Kinder dazu ein, ihre Sinne zu schärfen und Neues zu entdecken.

 

3.7. Portfolio

Ich erstelle für jedes Kind, das ich betreue, einen Portfolio-Ordner über die Zeit im Abenteuerland. Dieser besteht aus der Dokumentation besonderer Entwicklungsschritte, Fotos von Ausflügen, Feiern und Erlebnissen im Alltag sowie gesammelter Kunstwerke des Kindes. Am Ende der Zeit im Abenteuerland erhält das Kind den Ordner als Abschiedsgeschenk / Erinnerung.

 

3.8. Tagesablauf

„Wir Erwachsene sind ganz häufig viel zu schnell im Denken, im Reden, im Handeln und im Fortschreiten der Interaktion mit den Kindern.“ (Cornelia Korreng)

Ein fester Tagesablauf bringt den Kindern Sicherheit und Struktur sowie Geborgenheit und Orientierung im Alltag. Wiederkehrende Rituale und ein gleichbleibender Rhythmus sind dabei unumgänglich. Trotz aller Zeiten und vorgegebener Abläufe ist es mir ein großes Bedürfnis, mir immer auch die Zeit zum Zuhören und interagieren zu nehmen.

 

 

Im Allgemeinen sieht der Tagesablauf im Abenteuerland aus wie folgt:

8.00 Uhr: Gemeinsames Frühstück (Hinweis: Der Beginn des Frühstücks richtet sich nach den aktuellen Bringzeiten der Kinder.)

8.45 Uhr: Freispiel, Projektangebote, Kreativangebote etc.

11.30 Uhr: Mittagessen

12.15 Uhr: Ruhe- und Schlafenszeit oder Freispielphase (je nach Bedarf und Alter)

14.30 Uhr: Snack, danach Freispiel, Kreativangebote etc.

 

4.    Elternarbeit / Erziehungspartnerschaft

„Das wirklich Schwierige an der Kindererziehung ist, sich selbst an die ganzen Regeln zu halten.“ (Verfasser unbekannt)

Ich verstehe mich mit den Eltern in einer Erziehungspartnerschaft. Deshalb sind sowohl ein regelmäßiger Austausch als auch eine konstruktive Zusammenarbeit ein wichtiges Ziel, um z.B. Regeln und Grenzen zu besprechen und bestmöglich anzugleichen, um dem Kind Sicherheit und Orientierung zu geben. Sowohl in kurzen Tür- und Angelgesprächen als auch nach Bedarf in gezielten Elterngesprächen stehe ich bestmöglich mit Rat und Tat zur Seite.

4.1. Erstgespräch / Anamnese

Im Erstgespräch geht es vorrangig um ein gegenseitiges Kennenlernen. Ist man sich sympathisch? Passen meine konzeptionellen Rahmenbedingungen zu den Vorstellungen der Eltern? Kann ich den Bedürfnissen und Anforderungen der Eltern gerecht werden? Zur Klärung all dieser Fragen dient das Erstgespräch.

Darauf folgt ein Anamnesegespräch. Dieses kann im Rahmen eines Schnuppertages für das Kind stattfinden oder auch außerhalb der Betreuungszeit. In diesem Gespräch geht es mir darum zu erfahren, wie das bisherige Leben des Kindes abgelaufen ist. Ist ihm bereits bekannt, wie es ist, zeitweise von Mama und Papa getrennt zu sein? Gibt es ggf. Allergien oder Unverträglichkeiten? Muss ich auf irgendetwas speziell achten? Womit spielt das Kind besonders gern? All das im Vorwege zu besprechen, erleichtert allen Beteiligten den Schritt in die Eingewöhnungszeit.

 

4.2. Beteiligung bei Projekten / Angebote für die Familien

Mir ist sehr daran gelegen, die Familie gezielt in meine Arbeit einzubinden. Ob ein „Oma-Kind-Nachmittag“, ein Sommerfest für die ganze Familie oder vielleicht ein Papa als Unterstützer bei einem Ausflug – all das sind Beispiele meiner Angebote. Über eine Pinnwand im Eingangsbereich informiere ich regelmäßig über Projekte und lade zu besonderen Anlässen ein. Für die Kinder ist es ein ganz besonderes Erlebnis, ihren Eltern zu zeigen, was sie im Abenteuerland gelernt haben, was sie schon können und was sie alles wissen.

 

5.    Rahmenbedingungen

 

5.1. Zielgruppe

Ich biete Betreuung für Kinder von 0-3 Jahren an. 

Die wöchentliche Mindestbetreuungszeit liegt bei 30 Stunden. Nachmittagsbetreuung für Schulkinder ist von dieser Regelung nicht betroffen.

5.2. Öffnungs-/ Betreuungszeiten

Meine Kernbetreuungszeit liegt zwischen 7 Uhr und 17 Uhr. Über davon abweichende Betreuungsbedarfe kann individuell gesprochen werden.

5.3. Platzzahlen

Das Abenteuerland bietet Platz für 5 Ganztagskinder bei Volker und 4 Ganztageskinder bei Nadine.
Angela bietet Platz für 5 Ganztageskinder.